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3.1 Leben in Stadt und Land

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© Foto: Philip Drießen

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3.1 Leben in Stadt und Land

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"Sag mir, wo du wohnst, und ich sage dir, wer du bist." Ganz so einfach ist es nat√ľrlich nicht. Gerade als Kind wohnt man ja meistens einfach bei seinen Eltern und hat gar nicht so viel Einfluss darauf, wo man wohnt. Was aber stimmt, ist: Wohnen hat viel mit dem eigenen Leben zu tun. Wo man wohnt oder hinzieht, ob man da bleibt, wo man ist, oder den Wohnort wechselt ‚Äď das hat zu tun mit¬†der Arbeit, dem Einkommen und den eigenen Vorlieben.

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Hinweise f√ľr Lehrende

√úbersicht (Didaktischer Zugriff, Ziele, Kompetenzen)

Wohnen ist ein zentrales Grundbed√ľrfnis von Menschen und gleichzeitig sehr individuell.¬†Wohnen in der Euregio Maas-Rhein war bis zum Einsetzen der Industrialisierung immer stark mit der Landwirtschaft verflochten. Mit der (Arbeits-)Immigration in die Region nahmen die Bev√∂lkerungszahlen deutlich zu und es musste kurzfristig viel Wohnraum geschaffen werden. Es entstanden deutliche Unterschiede zwischen st√§dtischem und l√§ndlichem Wohnen. Weitere f√ľr das Wohnen bedeutende Entwicklungen waren der Zweite Weltkrieg mit seinen gro√üen Zerst√∂rungen und die Zunahme des Individualverkehrs. Diese ausgew√§hlten Aspekte bilden die Anker dieses Kapitels zum Thema "Leben in Stadt und Land".

Basiskonzepte

Der Inhalt des Kapitels 3.1 ist auf der humangeografischen Ebene zu verorten und bewegt sich dabei vornehmlich auf der regionalen, bei einigen Beispielen auch auf der lokalen Ebene. Alle drei Basiskonzepte (Funktion, Prozess, Struktur) k√∂nnen mithilfe dieses Kapitels bedient werden, da einerseits gezeigt wird, inwiefern Wohnen Auswirkungen auf den Naturraum hat (Struktur) und damit auch deutlich die Funktion von der landwirtschaftlich genutzten oder naturbelassenen Fl√§che zur Siedlungsfl√§che ver√§ndert hat. Zudem werden zentrale historische Ereignisse als Ausgangspunkt f√ľr die Ver√§nderungsprozesse angesprochen. Untersucht wird der Wohnraum in diesem Kapitel vornehmlich aus der Perspektive des Raumes als Container, wobei Beziehungskonstellationen und der Wahrnehmungsraum in einigen Bereichen nicht klar abgegrenzt werden k√∂nnen.¬†

Ziele

Das Ziel des Kapitels ist es, dass die Lernenden die aktuelle Wohnraumnutzung und -verteilung als Ergebnis einer historischen Entwicklung, materiellen¬†Voraussetzungen und individuellen Entscheidungen verstehen. Sie sollen die eigenen Bed√ľrfnisse und Ressourcen reflektieren und in ein Verh√§ltnis zur sie umgebenden¬†Wohnsituation bringen.

Kompetenzen

Folgende Kompetenzen werden gefördert:

  • Mensch-Umwelt-Beziehungen analysieren: Lernende untersuchen Entwicklungen und Problemstellungen in R√§umen, indem sie das Zusammenwirken von naturgeografischen und humangeografischen Faktoren betrachten (zum Beispiel Wohnformen).
  • Kenntnis von geografisch relevanten Informationsquellen, -formen und -strategien:¬†zum Beispiel Auswertung von Graphen, Erkennen von Strukturen im Raum.
  • F√§higkeit, Informationen zur Behandlung geografischer Fragestellungen auszuwerten:¬†zum Beispiel Wohnungsnot in der Industrialisierung begegnen.
  • F√§higkeit, sich √ľber geografische Sachverhalte auszutauschen, auseinanderzusetzen und zu einer begr√ľndeten Meinung zu kommen:¬†vor allem Sichtung, Einordnung und Bewertung aktueller Wohn- und Immobilienkosten in der Euregio Maas-Rhein vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen.
  • F√§higkeit zur Reflexion der Handlungen hinsichtlich ihrer natur- und sozialr√§umlichen Auswirkungen:¬†zum Beispiel Migrationsbewegungen aufgrund von Miet- und Kaufpreisen von Immobilien.

Kapitelstruktur

Der erste Teil (Elemente 1‚Äď28)¬†des Kapitels skizziert die Ver√§nderungen der Wohnformen und Wohnstrukturen in der Euregio Maas-Rhein seit Beginn der Industrialisierung. Neuentstehende st√§dtische Wohnformen werden beschrieben und auf das Fortbestehen der 'traditionellen' l√§ndlichen Strukturen verwiesen. Im weiteren Verlauf wird die zunehmende Entkoppelung von Wohnen und Arbeiten und das dadurch zunehmende Zusammenwachsen von st√§dtischer und l√§ndlicher Wohn- und Lebenswelt gerade in der Euregio Maas-Rhein¬†beschrieben.

Im zweiten Teil des Kapitels sollen die Lernenden¬†konkrete Wohnsituationen als Ergebnis einer Kombination aus Bed√ľrfnissen und Ressourcen analysieren. Regionale Unterschiede in der Euregio Maas-Rhein, zum Beispiel¬†zwischen st√§dtisch ‚Äď l√§ndlich, teuer ‚Äď g√ľnstig, infrastrukturell gut oder schlecht¬†angebunden, werden eingef√ľhrt und sollen von den¬†Lernenden untersucht, hinterfragt und in Zusammenhang mit ihren eigenen Bed√ľrfnissen gebracht werden. (Elemente 29‚Äď38).¬†

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Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Die Aufgabe soll als Einf√ľhrung bei den Lernenden eine kurze Reflexion √ľber die Unterschiede zwischen st√§dtischem und l√§ndlichem Raum und eine Selbstverortung anregen. Im 1-Stern-Modus wird dies durch mehrere Fragen unterst√ľtzt, im 3-Sterne-Modus soll √ľber das Guinness-Zitat die Reflexion noch auf die Themenbereiche Vorz√ľge der unterschiedlichen¬†Lebensbereiche¬†und Bed√ľrfnisse des Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen¬†ausgedehnt werden. Die m√∂glichen¬†Antworten darauf sind v√∂llig freigestellt.

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Einf√ľhrungsaufgabe

Stadt oder Land?

W√ľrdest du deinen Wohnort eher als st√§dtisch oder l√§ndlich bezeichnen? Begr√ľnde deine Antwort und nenne drei Merkmale, an denen du deine Entscheidung festmachst.

Einf√ľhrungsaufgabe

Stadt oder Land?

  1. Beantworte die folgenden Fragen jeweils mit einem Wort oder einer Zahl:
    1. Wie groß ist dein Wohnort? Finde die Bevölkerungszahl heraus.
    2. Gibt es in deiner Umgebung viel Natur?
    3. Gibt es in deiner Umgebung viel Verkehr?
    4. Wie viele Menschen in deiner Straße kennst du (oder deine Eltern) beim Vornamen?
    5. Wie viele Geschäfte kannst du zu Fuß gut erreichen?
  2. W√ľrdest du deinen Wohnort eher als st√§dtisch oder l√§ndlich bezeichnen? Begr√ľnde deine Antwort.

Einf√ľhrungsaufgabe

Stadt oder Land?

  1. W√ľrdest du deinen Wohnort eher als st√§dtisch oder l√§ndlich bezeichnen? Begr√ľnde deine Antwort.
  2. "Es ist ein Traum des modernen Menschen, vom Land in die Stadt zu ziehen, damit er sp√§ter die Chance hat, von der Stadt aufs Land zu ziehen." ‚Äď Zitat des Schauspielers Sir Alec Guinness.
    1. Erkläre, was Guinness damit meint.
    2. Hat er recht? Nimm zu Guinness¬ī Behauptung kritisch und begr√ľndet Stellung.
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Aufgabe

Wohnhäuser in der Euregio Maas-Rhein

Ziehe die Wohnh√§user in die richtigen L√§nder¬†und √ľberpr√ľfe deine Ergebnisse. Tipp: Es sind pro Land zwei Fotos auf dem Stapel.

1. Wohnen verändert die Welt

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Menschen wohnen dort, wo sie ihren Lebensunterhalt verdienen k√∂nnen. Das ist heute so und es war vor Tausenden von Jahren schon so. Die l√§ngste Zeit unserer Geschichte war das auf dem Land. St√§dte gab es in Europa und in der heutigen Euregio Maas-Rhein zwar schon seit der R√∂merzeit und auch w√§hrend des Mittelalters wurden neue St√§dte gegr√ľndet, doch in all diesen Jahrhunderten blieben die St√§dte relativ klein (aus heutiger Sicht). Denn die Mehrheit der Bev√∂lkerung lebte nicht hier, sondern auf dem Land. Dies √§nderte sich erst mit dem Einsetzen der industriellen Revolution.

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Sprachhilfe zu Element 4

Vokabelhilfe

Lebensunterhalt: Das Geld, das man braucht, um die wichtige Dinge (wie Nahrung, Kleidung, Wohnung) zu bezahlen.

Industrielle Revolution: In Europa die Zeit im 18. Jahrhundert, in der es durch wissenschaftliche Erfindungen immer mehr Industrie gab. Viele Dinge änderten sich: Vieles konnte mit Maschinen in Fabriken hergestellt werden und damit änderte sich auch, wo Menschen wohnten und arbeiteten. Weil dieser Wandel sehr schnell ging, wird er industrielle 'Revolution' oder auch als Industrialisierung genannt.

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Urheber: Johan Blaeu

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Liege-Blaeu-00.jpg

PD
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Historische Stadtansicht von L√ľttich, 1627

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Urheber: Matthäus Merian

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhein-Strom_0184a_Achen.jpg

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Historische Stadtansicht von Aachen, 1690

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Urheber: Hans Erren

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Plan_Relief_02_Maastricht_1a_PBA_Lille_2019.jpg

Cc4BYNCSA
3/3 -

Modell der Stadt Maastricht um 1748

Das Wachstum der Städte

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Mit Einsetzen der industriellen Revolution ab Ende des 18. Jahrhunderts zogen immer mehr Menschen vom Land in die Stadt. Das f√ľhrte zu umfassenden Ver√§nderungen: Viele St√§dte entstanden neu, die bestehenden St√§dte wuchsen rasant¬†und die¬†Art des Wohnens ver√§nderte sich radikal.¬†Die Euregio Maas-Rhein war eine der Kernregionen der industriellen Revolution in Europa (mehr dar√ľber erf√§hrst du im Kapitel 4.3). Deshalb lassen sich diese Ver√§nderungen hier auch besonders gut nachvollziehen.¬†

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Urheber: H.O.D. Neven

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HeerlenMIN11037VK1.jpg

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Eine Karte von Heerlen im Jahr 1822, im roten Rechteck liegt die St. Pancratiuskirche mit dem Dorfzentrum. Diese historische Karte ist um 90 Grad nach rechts gedreht. Norden liegt hier also rechts, Westen ist oben usw.

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Urheber: Janwillemvanaalst

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gem-Heerlen-OpenTopo.jpg

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Eine Karte von Heerlen heute, im roten Rechteck liegt die St. Pancratiuskirche.

Zur besseren Vergleichbarkeit ist diese Karte um 90 Grad nach rechts gedreht worden.

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Urheber: Georges-Louis Le Rouge

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Georges-Louis_Le_Rouge_-_Plan_de_Li%C3%A8ge.jpg?uselang=fr

PD
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Karte von L√ľttich um 1750

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Urheber: Geograph. Anstalt von : / Gravé et imprimé : par Wagner & Debels. Leipzig

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Li%C3%A8ge_-_guide_Baedeker_Belgique_et_Hollande_(1897).jpg?uselang=fr

PD
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Karte von L√ľttich, 1897

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https://openstreetmap.de/karte/

PD
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Karte von L√ľttich heute

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Die Aufgabe ist am Heerlener Beispiel leichter zu l√∂sen als am L√ľtticher. Im ersten Beispiel sind beide Pl√§ne leicht miteinander vergleichbar und es f√§llt auf, dass die bebaute Fl√§che um mehr als das 20-Fache zugenommen hat. Im L√ľtticher Beispiel m√ľssen vor allem zwischen erstem und zweitem Bild unterschiedliche Ausschnitte miteinander verglichen werden, wobei das Verschwinden von Teilen des Flusslaufs die Orientierung erschwert. Sollten die Lernenden zu gro√üe Probleme haben, kann auf dieses hingewiesen oder die Pont des Arches als Orientierungspunkt empfohlen werden.¬†Mit dieser Hilfe sollten die Lernenden einen starken Anstieg der bebauten Fl√§che¬†zwischen den ersten Bildern (ca. Verdreifachung) und nur geringf√ľgige Ver√§nderungen zwischen den letzten Bildern feststellen k√∂nnen.

Im 3-Sterne-Modus sollten die Lernenden von einer reinen Schätzung zu einer detaillierten Beschreibung der stattgefundenen Veränderungen kommen. Die zweite Aufgabe soll die Lernenden vor allem darauf hinweisen, dass Städtewachstum wirtschaftliche Implikationen hat und man dabei als Besitzer von Grund und Boden sehr reich werden kann. 

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Aufgabe

Wachsende Städte

W√§hle eines der Beispiele Heerlen oder L√ľttich, vergleiche die Karten miteinander und beschreibe die sichtbaren Ver√§nderungen.¬†

  • Wie stark¬†hat sich die bebaute Fl√§che vergr√∂√üert (Sch√§tzwert)?
  • Sind erkennbare neue √∂ffentliche Geb√§ude hinzugekommen? Welche?
  • Finde und benenne gro√üe Stra√üen und Bahnverbindungen, die gebaut wurden, sowie ver√§nderte Flussl√§ufe.

Aufgabe

Wachsende Städte

  1. W√§hle eines der Beispiele Heerlen oder L√ľttich, vergleiche die Karten miteinander und sch√§tze, um wie viel die bebaute Fl√§che zwischen erstem und letztem Bild angewachsen ist (zum Beispiel um die H√§lfte gewachsen/verdoppelt/vervierfacht ...).¬†
  2. Vergleicht eure Schätzungen in der Klasse.

Aufgabe

Wachsende Städte

Verfasse den¬†Bericht eines/einer Zeitreisenden. Stell dir vor, ein Mensch aus dem Jahr¬†1750 (L√ľttich)¬†beziehungsweise¬†1822 (Heerlen) w√ľrde mit einer Zeitmaschine in unsere Gegenwart reisen und h√§tte die M√∂glichkeit seiner Familie in der Vergangenheit davon zu berichten.

  1. Welche¬†Ver√§nderungen w√ľrden ihm/ihr auffallen?¬†Was f√§nde er/sie berichtenswert?
  2. Nehmen wir an, die Familie bes√§√üe etwas Verm√∂gen.¬†Welche Ratschl√§ge f√ľrs Wohnen und Investieren¬†k√∂nnte er/sie seiner/ihrer Familie f√ľr deren Zukunft geben? Wo sollte man 1750/1822¬†Grundst√ľcke erwerben, wo sollte man hinziehen? Begr√ľnde deine Ratschl√§ge.

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Es ist möglich, dass Lernende aus kleineren Orten bei dieser Aufgabe Hilfe benötigen, da die demografischen Daten hier oft nicht so leicht zu finden sind. In diesem Fall kann entweder bei der Recherche geholfen werden oder die Klasse einigt sich auf eine größere Ortschaft in der Umgebung, die von allen Lernenden zu untersuchen ist.

Sprachhilfe zu Element 9

Formulierungshilfe

Wenn du die bebaute Fläche beschreiben willst, kannst du diese Formulierungen benutzen:

  • Zwischen den Jahren ... und ... hat sich die Fl√§che der Stadt ... verdoppelt/verdreifacht/vervierfacht/.../verzehnfacht.

√Ėffentliche Geb√§ude, nach denen du Ausschau halten kannst, sind zum Beispiel: das Rathaus, das Postamt, die Bibliothek, der Bahnhof, das Stadtmuseum,...

Wenn du die Veränderungen bei einem Fluss beschreiben möchtest, kannst du diese Formulierung benutzen:

  • Der Fluss wurde ... (Ortsbeschreibung) begradigt/trockengelegt/umgelenkt.
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Aufgabe

Die Entwicklung in deinem Heimatort

  1. Recherchiere die historische Entwicklung der Bevölkerungszahl deines Heimatorts oder eines Nachbarortes. 
  2. Beschreibe die Bevölkerungsentwicklung in eigenen Worten.
  3. Findest du etwas √ľber die Gr√ľnde heraus, wieso die Bev√∂lkerungszahl zu bestimmten Zeiten stark/merkbar gestiegen/gesunken ist?

Aufgabe

Die Entwicklung in deinem Heimatort

  1. Recherchiere die historische Entwicklung der Bevölkerungszahl deines Heimatorts oder eines Nachbarortes. 
    1. Nimm wenn möglich einen Ort, der eine eigene Wikipedia-Seite hat, und suche dort nach Angaben zur Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung. 
    2. Oft sind solche Angaben mit Fu√ünoten und Verlinkungen versehen, die dich zur Quelle der angegebenen Daten f√ľhren.¬†
    3. Wenn du zu deinem Ort keine verwendbaren Angaben findest, wähle einen etwas größeren Nachbarort aus.
  2. Beschreibe die Bevölkerungsentwicklung in eigenen Worten.

Aufgabe

Die Entwicklung in deinem Heimatort

  1. Recherchiere die historische Entwicklung der Bev√∂lkerungszahl deines Heimatorts. Suche dazu im Internet oder nutze andere Quellen (B√ľcher, Stadtmuseum, Rathaus, ...).¬†
  2. Beschreibe die Bevölkerungsentwicklung in eigenen Worten.
  3. Findest du etwas √ľber die Gr√ľnde heraus, wieso die Bev√∂lkerungszahl zu bestimmten Zeiten gestiegen/gesunken ist?

Sprachhilfe f√ľr Element 10

Vokabel- und Formulierungshilfe

Fußnote: Eine hochgestellte Zahl im Text, die auf eine Erklärung am Ende der Seite verweist, die mit der selben Zahl gekennzeichnet ist.

Quelle: In diesem Fall das Material, von dem man bestimmte Informationen oder Daten bekommen hat. 

Wenn du die Bevölkerungsentwicklung beschreiben willst, kannst du diese Formulierungen benutzen:

  • (stark) gestiegen
  • (stark) gesunken
  • konstant/gleich geblieben
  • schwankt zwischen ... und ...

Veränderung des Wohnens, Veränderung des Lebens

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Die industrielle Revolution ver√§nderte nicht nur das Aussehen unserer St√§dte radikal, es ver√§nderte auch die Art zu wohnen und √ľber das Wohnen nachzudenken.¬†

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Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Mögliche Antworten sind:

  • Unterschiede in der Gr√∂√üe: Das l√§ndliche Haus ist erheblich gr√∂√üer und beinhaltet mehr als nur reinen Wohnraum, die gro√üen Tore deuten auf Lagerraum, Scheune, Stall und Werkst√§tten hin, die alle Teil des Hauses sind. Die st√§dtische Wohnung besteht aus zwei R√§umen und kann kaum f√ľr mehr als Schlaf, Hygiene und Nahrungszubereitung genutzt werden.
  • Unterschiede in der¬†Personenanzahl: Das l√§ndliche Beispiel stellt mindestens eine Gro√üfamilie und Nutztiere¬†dar, eventuell k√∂nnen auch nicht zur Familie geh√∂rende Personen wie Knecht oder Magd identifiziert werden. Das st√§dtische Beispiel zeigt die klassische Kleinfamilie.
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Aufgabe

  1. Beschreibe die Ver√§nderungen, die in den beiden Grafiken oben dargestellt werden. Gehe dabei auf Bildhintergrund und -vordergrund ein. Nutze daf√ľr auch das Methodenkapitel 5.3¬†'Untersuchung von Bildern'.
  2. Vermute, welche Personen auf den beiden Grafiken dargestellt werden und in welchem Verhältnis sie zueinander standen.

Das Land verschwindet nicht!

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Wenn man die Geschichte der Industrialisierung als eine Geschichte der Verst√§dterung beschreibt, klingt es oft so, als w√ľrden die D√∂rfer und das l√§ndliche Leben w√§hrend des 19. Jahrhunderts verschwinden. Das stimmt nat√ľrlich nicht. W√§hrend die St√§dte wuchsen, gab es die D√∂rfer nat√ľrlich weiter. Und selbstverst√§ndlich gab es auch die dortigen Wohnformen weiterhin ‚Äď es gibt sie ja bis heute.¬†

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Sprachhilfe f√ľr Element 14

Vokabelhilfe

Verstädterung: Immer mehr Leute ziehen vom Land in die Städte. Die Städte, die es bereits gibt, werden immer größer und auch kleine Orte wachsen zu großen Städten.

Wohnformen: Die Arten, wie man wohnen kann (z.B. eine Wohngemeinschaft, Mehrgenerationendörfer oder eine Einzimmerwohnung).

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Urheber: Tranchot und v. M√ľffling

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gereonsweiler_tranchot.jpg?uselang=de

PD
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Eine Karte des Dorfes Gereonsweiler um 1810

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https://openstreetmap.de/karte/

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Gereonsweiler heute auf OpenStreetMap

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Vertiefung

Ländliche Wohn- und Siedlungsformen

L√§ndliche Wohn- und Siedlungsformen dienen vor allem¬†den Zweck, landwirtschaftliche Arbeit und Wohnbed√ľrfnis zusammenzubringen.¬†Da landwirtschaftliche Arbeit viel Platz braucht, muss l√§ndliches Wohnen daf√ľr ganz bestimmte Voraussetzungen erf√ľllen.¬†

Die Häuser sind größer

L√§ndliches Wohnen ist nie nur Wohnen. In traditionellen l√§ndlichen Geb√§uden ist neben dem Wohnteil immer auch ein Geb√§udeteil f√ľr die Arbeit¬†enthalten. Manchmal ist dies 'nur' eine Werkstatt oder ein Lagerraum, manchmal sind es komplette St√§lle und Scheunen, die am Wohnbereich anh√§ngen.¬†

Dorfwachstum ist begrenzt

Ein Dorf, in dem der Gro√üteil der Bev√∂lkerung landwirtschaftlich arbeitet, kann nur begrenzt wachsen. Denn zum 'Wohndorf' (also den¬†Geb√§uden) geh√∂rt immer ein erheblich gr√∂√üerer Teil landwirtschaftlicher Nutzfl√§che (G√§rten, Felder, √Ącker, Weiden). Dieser umgibt das Dorf und kann meistens¬†nicht beliebig erweitert werden.¬†

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https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heudorf_bei_Messkirch_um_1575_Haufendorf.jpg?uselang=de

PD
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Karte eines sogenannten 'Haufendorfs' ‚Äď die Geb√§ude ballen sich im Zentrum zusammen, die landwirtschaftliche Nutzfl√§che umringt das Zentrum.

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Urheber: Georg Westermann (Braunschweig) Carl Adlers Buchhandlung (Dresden)

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lange_diercke_sachsen_alte_siedlungskerne_kaditz.jpg?uselang=de

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Karte eines sogenannten 'Stra√üendorfs' ‚Äď die Geb√§ude sind entlang einer Stra√üe aufgereiht, die Nutzfl√§che 'strahlt' nach oben und unten ab.

2. Die Arbeitersiedlung

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Schnell Wohnraum f√ľr viele Menschen schaffen! Das klingt nach einer politischen¬†Forderung von heute, war aber vor allem auch eine Herausforderung f√ľr die Planer der Industrialisierung. Die L√∂sungen hierf√ľr waren regional unterschiedlich und oft auch kulturell gepr√§gt. W√§hrend in vielen St√§dten sogenannte Mietskasernen errichtet wurden, wurden in der heutigen¬†Euregio Maas-Rhein vor allem Stra√üenz√ľge und Siedlungen aus Reihenh√§usern und manchmal frei stehenden H√§usern gebaut. Wichtig war vor allem: Zeit ist Geld ‚Ästdie Arbeitersiedlung sollte nahe bei der zugeh√∂rigen Fabrik liegen, damit nur wenig Zeit f√ľr den¬†Arbeitsweg geopfert werden musste.¬†Da solche Arbeitersiedlungen oft gro√üe Teile der st√§dtischen Bev√∂lkerung beherbergten, pr√§gen sie das Aussehen unserer St√§dte bis heute.

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Vertiefung

Wer wohnt wo in der Stadt?

Fin-de-si√®cle villa's aan de Avenue du Ch√™ne in de wijk Heusy in Verviers, Belgi√ę.
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Urheber: Kleon3

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Verviers-Heusy,_avenue_du_Ch%C3%AAne_(2).jpg

Cc4BYSA

Wohnen 'auf dem H√ľgel' in Verviers-Heusy

St√§dte haben oft jahrhundertealte,¬†historisch gewachsene Strukturen und diese hatten schon immer etwas mit dem¬†Reichtum der Bev√∂lkerung¬†zu tun. Menschen, die es sich leisten k√∂nnen, bauen ihre H√§user dort, wo es sch√∂n ist, und Menschen, die keine Wahl haben, ziehen dorthin, wo es g√ľnstig ist.¬†

In St√§dten lagen die g√ľnstigen, armen¬†Viertel oft an den Fl√ľssen. Das lag vor allem daran, dass St√§dte am Fluss am schmutzigsten waren und am schlimmsten stanken. √úber die Fl√ľsse wurden vor dem Bau von Kanalisationen¬†der gesamte M√ľll und die F√§kalien der Stadt abgeleitet und stinkendes Handwerk, wie zum Beispiel Gerbereien oder Schlachtereien, siedelte sich ebenfalls an den Fl√ľssen an. Mit der Industrialisierung kamen dann noch die Fabriken hinzu, die die Fl√ľsse als Transportweg und f√ľr ihre Abw√§sser nutzten.

Die verm√∂genden Einwohnenden siedelten sich deshalb m√∂glichst nicht in der N√§he der Fl√ľsse an. Am beliebtesten waren Hang- und H√ľgellagen. Von dort hatte man nicht nur einen 'herrschaftlichen' Blick √ľber die Stadt. Man entkam auch besser dem √ľber der Stadt liegenden Gestank.¬†¬†

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Arbeiterwohnungen Wohnen auf dem Land
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Urheber: J√©r√©my-G√ľnther-Heinz J√§hnick

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ougr%C3%A9e_%28Seraing%29_-_Tour_de_la_province_de_Li%C3%A8ge,_%C3%A9tape_5,_17_juillet_2015_%28A06%29.JPG

Cc3BYNCSA
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Stra√üe in Ougr√©e, einem Vorort von L√ľttich, nahe dem riesigen Cockerill-Stahlwerk

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Urheber: Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Exterieur_OVERZICHT_VOORGEVELS_-_Heerlen_-_20262497_-_RCE.jpg

Cc4BYNCSA
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Der Sittardweg in Heerlen, nahe der ehemaligen Kohlezeche Oranje-Nassau

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Urheber: ArthurMcGill

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:H%C3%BCttenstra%C3%9Fe_80-88,_Aachen-Rothe-Erde.JPG?uselang=de

Cc3BYNCSA
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Haus in der H√ľttenstra√üe im Aachener Stadtteil Rothe Erde

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© Don M. Simoens - CELIS. Coll. Blegny-Mine

Arrc
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H√§user f√ľr die Bergarbeiter des Kohlebergwerks in Blegny

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Urheber: Romaine

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vijlen-Harles_17.JPG

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Altes Fachwerkhaus in Vijlen, S√ľd-Limburg, Niederlande

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Urheber: Sonuwe

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zonhoven_-_Hoeve_Molenschansweg_1.JPG

Cc3BYSA
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Bauernhof in Zonhoven, Provinz Limburg, Belgien

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Urheber: Els Diederen at li.wikipedia

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:LaHayehaofwkped06.JPG

Cc3BYSA
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Bauernhof in La Haye, Provinz L√ľttich

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Urheber: Caronna

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Simmerath_Winkelhof.jpg

Cc3BYSA
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Bauernhof in Simmerath, Region Aachen

Arbeiterwohnungen Wohnen auf dem Land
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§ PD
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Bergarbeiter-Siedlungen in der Region Hasselt-Genk (B)

Um 1850 wurden in allen Bergbauregionen, also auch in der Euregio Maas-Rhein, Zechen und Fabriken gegr√ľndet, die einen gro√üen Bedarf an Arbeitskr√§ften hatten. Die Euregio Maas-Rhein war ‚Äď wie beschrieben ‚Äď bis dahin ein vornehmlich landwirtschaftlich gepr√§gter Raum, sodass Kr√§fte aus der ganzen Region angeworben wurden und es in den noch kleinen St√§dten zu gro√üem Wohnungsmangel kam. Die Unternehmen mussten also in kurzer Zeit Wohnraum schaffen, um Arbeitskr√§fte zu gewinnen und zu binden. So begann man mit den Grundsteinlegungen von (Berg-)Arbeitersiedlungen. Im 19. Jahrhundert bestanden diese meist noch aus sehr einfachen Reihenh√§usern, welche aber die Widrigkeiten des sozialen Lebens milderten.

§ PD
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Eisden

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts begann man, die Arbeitersiedlungen individueller und gro√üz√ľgiger zu planen und zu gestalten.

§ PDBYSA
3/5 -

Eisden

Au√üerdem wurden soziale Einrichtungen wie Kinderg√§rten, Hauswirtschaftsschulen, W√§schereien und Bibliotheken in die Siedlungen integriert und jede Wohnung verf√ľgte √ľber einen Garten, um den oftmals aus landwirtschaftlich gepr√§gten Regionen angeworbenen Arbeitern die Integration ins st√§dtische Leben zu erleichtern. In den G√§rten wurde angebaut und auch nicht selten ein Schwein gehalten.

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https://www.rijckheyt.nl/sites/rijckheyt/files/styles/token-image-medium/public/Hrl_Beersdal_2673.jpg?itok=3Mn1J1d-

PDBYSA
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Beersdal

Ein Beispiel in der Region ist die Bergarbeitersiedlung Beersdal in Heerlen. Um 1900 teuften dort die Gebr√ľder Honigmann das Steinkohlenbergwerk Oranje Nassau I. ab. F√ľr die Arbeit in der Zeche warben sie Arbeiter aus anderen Regionen an, sodass die Huskenkolonie (242 Wohnungseinheiten), die Vrank (100 Wohnungseinheiten) und Beersdal (296 Wohnungseinheiten) in unmittelbarer N√§he zur Zeche entstanden. Mit der Ausbreitung von Heerlen wurden die Arbeitersiedlung Beersdal ins Stadtgebiet integriert. Noch heute sind die Wohnh√§user erhalten (siehe Google Street View ‚Äď Amstelstraat 7, Heerlen).

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Urheber: Agentschap Onroerend Erfgoed (Fotografin: Elisa Hooft)

https://id.erfgoed.net/afbeeldingen/146993

Cc4BY
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Eisden Tuinwijk Museum

Ab den 1960er-Jahren sank die Nachfrage an Wohnraum in Bergarbeitersiedlungen, was zum einen an der Montankrise und zum anderen an der Verf√ľgbarkeit von neuerem, modernerem Wohnraum lag. Aktuell werden die Wohnsiedlungen jedoch wieder stark angefragt. Die Kombination aus viel Gr√ľn, vertrauter Nachbarschaft und modernisiertem Wohnraum spricht viele Menschen an.

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Anhand der Karte soll identifiziert werden, dass jeder der schwarzen Kreise eine Bergarbeitersiedlung darstellt und dass die Gr√∂√üe der Kreise Auskunft √ľber die Anzahl an Wohnungen in der¬†Siedlung gibt. Die Gr√∂√üe reicht dabei von unter 100 (zum Beispiel Beverlo-Dorp) bis weit √ľber 500 (zum Beispiel¬†Kolderbos).

Sprachhilfe zu Element 20

Vokabelhilfe

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Aufgabe

Bergarbeitersiedlungen

  1. Beschreibe die Karte in der Galerie oben. Was wird auf ihr dargestellt?
  2. Wähle eine der dargestellten Bergarbeitersiedlungen aus und recherchiere zu ihr.
    1. Wann wurde die Siedlung errichtet?
    2. Wird die Siedlung heute noch bewohnt?

Aufgabe

Bergarbeitersiedlungen

  1. Beschreibe die Karte in der Galerie oben. Was wird auf ihr dargestellt?
    1. Was bedeutet die Gr√∂√üe der Punkte? Nutze, um das herauszufinden, unter Umst√§nden einen Online√ľbersetzer wie zum Beispiel DeepL.

Aufgabe

Bergarbeitersiedlungen

  1. Beschreibe die Karte in der Galerie oben. Was wird auf ihr dargestellt?
  2. Wähle eine der dargestellten Bergarbeitersiedlungen aus und recherchiere zu ihr.
    1. Wann wurde die Siedlung errichtet?
    2. Zu welchem Bergwerk/welcher Fabrik gehörte die Siedlung?
    3. F√ľr wie viele Menschen war die Siedlung konzipiert?
    4. Wird die Siedlung heute noch bewohnt?

Aufgabe

Bergarbeitersiedlungen

Finde im Internet ein Foto der Siedlung und lade es hier hoch.

3. Wachsende Mobilität und Wohnen am Stadtrand

22

Auch im 20. Jahrhundert wuchsen die mittleren und gro√üen¬†St√§dte weiter, denn weiterhin waren hier die meisten Verdienstm√∂glichkeiten. Nach Ende des Zweiten¬†Weltkriegs √§nderte sich aber die Art des baulichen Wachstums, vor allem, weil die Menschen mobiler wurden. Pkws, Stra√üen sowie Bus- und¬†Stra√üenbahnverbindungen wurden immer mehr mit dem¬†Ergebnis, dass man Arbeit und Wohnen noch weiter voneinander entkoppeln konnte. Man musste nicht mehr im selben¬†Stadtteil wohnen und arbeiten, man konnte am anderen¬†Ende der Stadt oder gleich au√üerhalb der Stadt¬†wohnen und 'pendeln'. Dadurch konnten nun ganze Viertel nur zum Wohnen errichtet werden und andererseits ganze Stadtgebiete nur f√ľr die Arbeit ausgewiesen werden ‚Äď Industrie- und Gewerbegebiete wurden gegr√ľndet und die Innenst√§dte wurden zu reinen 'Dienstleistungsregionen' f√ľr¬†Einzelhandel,¬†B√ľros und Gastronomie.

Der Text oben als Audiospur

§

© Digitale Lernwelten GmbH

Arrc
23
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Urheber: J.M.Merlin

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vue_de_Droixhe.Jpg

Cc3BYNCSA
1/3 -

Blick √ľber die Maas auf den L√ľtticher Stadtteil Droixhe

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Urheber: Qwertzu111111

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Walhorner_Stra%C3%9Fe_Preuswald_Aachen_April_2021_(2).jpg

Cc4BYNCSA
2/3 -

Blick in die Walhorner Straße im Aachener Stadtteil Preuswald

Peter Schunckstraat Heerlen
§

© ronduijser

https://www.flickr.com/photos/31706942@N06/3439529991

Arrc
3/3 -

Blick auf die Peter-Schunck-Straat in Heerlen

4. Arbeit und Wohnen entkoppelt sich weiter, aber nicht f√ľr alle

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Die wachsende¬†Mobilit√§t und mittlerweile auch¬†die Digitalisierung entkoppeln den Wohnort immer weiter¬†vom Arbeitsplatz, allerdings nur f√ľr einige. War f√ľr Jahrhunderte die Frage "Wo wohne ich?" immer sehr eng an die Frage "Wo kann ich meinen Lebensunterhalt verdienen?" gekoppelt, spielen heute oft andere √úberlegungen eine wichtige Rolle: Grundst√ľckspreise und Mieten, soziales Umfeld, kulturelle Angebote, Umwelt und Umgebung. Man kann heute auf dem¬†Land wohnen und in der Stadt arbeiten und umgekehrt. Aber nicht alle. Wer im Schichtdienst arbeiten muss und sich keinen eigenen Pkw leisten kann, wird weiterhin versuchen m√ľssen, in der N√§he seines Arbeitsplatzes zu wohnen.

Der Text oben als Audiospur

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© Digitale Lernwelten GmbH

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Vertiefung

St√§dte bekommen einen Speckg√ľrtel

Das Ph√§nomen, dass die obere Mittelschicht die St√§dte verl√§sst, um in den¬†Vororten und D√∂rfern des Umlands H√§user zu bauen oder bestehende H√§user zu erwerben und auszubauen, nennt man in Deutschland Speckg√ľrtelbildung. Der Speck sind dabei die verm√∂genderen Teile der Bev√∂lkerung und der G√ľrtel ist der Ring, den deren Wohnorte um die st√§dtischen Zentren herum bilden. Denn die Mittelschicht will nicht v√∂llig von den kommerziellen, gastronomischen und kulturellen Angeboten der St√§dte entkoppelt werden und arbeitet ja auch meistens noch in den St√§dten. Deshalb werden nur solche Orte¬†Speckg√ľrtelst√§dte, die in relativ kurzer Fahrdistanz zur n√§chsten Gro√üstadt liegen und eine gute Anbindung √ľber den √∂ffentlichen¬†Nahverkehr haben.

In der Euregio Maas-Rhein ist diese Speckg√ľrtelbildung manchmal auch international. Der Aachener Speckg√ľrtel liegt zum Beispiel teilweise in Belgien.¬†

Der Text oben als Audiospur
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© Digitale Lernwelten GmbH

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Lukas Epperlein

26
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Urheber: ArthurMcGill

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vlattenhaus,_Eynatten_(2).jpg?uselang=de

Cc3BYSA
1/3 -

Das Vlattenhaus in Eynatten, Ostbelgien

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Urheber: Jean-Pol GRANDMONT

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deign%C3%A9_060808_(14).JPG?uselang=de

Cc3BYSA
2/3 -

Ausgebauter Bauernhof in Deign√©, Provinz L√ľttich

§

Urheber: AVL Woningbouw

https://www.flickr.com/photos/avlwoningbouw/36465804974/in/photostream/

PD
3/3 -

Vororthaus in S√ľd-Limburg (NL)

Stadtentwicklung in der Euregio Maas-Rhein

27
Genk L√ľttich Aachen Maastricht Eupen
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© Digitale Lernwelten GmbH

https://nl.wikipedia.org/wiki/Genk#Demografische_evolutie

Arrc

Bev√∂lkerungsentwicklung von Genk ‚Äď die x-Achse gibt hier und bei allen weiteren Schaubildern die Jahreszahl an.

§

https://fr.wikipedia.org/wiki/...

Bev√∂lkerungsentwicklung von L√ľttich. Der Sprung 1977 ergibt sich aus dem Zusammenschluss mehrerer Umlandgemeinden mit L√ľttich.

§

© Digitale Lernwelten GmbH

https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Aachen

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Bevölkerungsentwicklung von Aachen. Der Einschnitt am Ende des Zweiten Weltkriegs ergibt sich aus einer fast vollständigen Evakuierung der Stadt, der Sprung nach 1970 aus mehreren Eingemeindungen.

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https://nl.wikipedia.org/wiki/...

Bevölkerungsentwicklung von Maastricht

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https://de.wikipedia.org/wiki/....

Genk L√ľttich Aachen Maastricht Eupen

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Anhand der Diagramme sollte f√ľr jede Stadt feststellbar sein:

  • Ein starker Anstieg der Bev√∂lkerungszahl bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Ein Abflachen dieses Anstiegs ab 1980, im L√ľtticher Beispiel ist sogar ein R√ľckgang der Bev√∂lkerungszahl feststellbar.

Im 3-Stern-Modus¬†sollte der Anstieg anhand des Zuzugs in die St√§dte mit Beginn der Industrialisierung erkl√§rt werden. Das Abflachen wiederum l√§sst sich durch die erh√∂hte Mobilit√§t der Bev√∂lkerung und den damit einhergehenden R√ľckgang der Notwendigkeit, in der Stadt zu wohnen, um dort zu arbeiten, erkl√§ren.

28

Aufgabe

Bevölkerungsentwicklung

  1. Wähle eines der vier Balkendiagramme in der Galerie oben aus. Beschreibe den Verlauf des Diagramms in eigenen Worten. Gehe dabei auf zwei Entwicklungsphasen ein: 
    1. bis 1970 
    2. nach 1970 
  2. Beschreibe die Unterschiede zwischen beiden Phasen.

Aufgabe

Bevölkerungsentwicklung

Wähle eines der vier Balkendiagramme in der Galerie oben aus. Beschreibe das Diagramm in eigenen Worten:

  • Was wird dargestellt?
  • Welche Ver√§nderungen kannst du feststellen?

Aufgabe

Bevölkerungsentwicklung

  1. Wähle eines der vier Balkendiagramme in der Galerie oben aus. Beschreibe den Verlauf des Diagramms in eigenen Worten. Gehe dabei auf zwei Entwicklungsphasen ein: 
    1. bis 1970 und nach 1970 
  2. Beschreibe die Unterschiede zwischen beiden Phasen.
  3. Erkläre diese Unterschiede anhand der im Kapitel beschriebenen Entwicklungen. 

Sprachhilfe f√ľr Element 28

Formulierungshilfe

Um ein Balkendiagramm zu beschreiben, kannst du diese Formulierungen benutzen:

  • Hier wird ... dargestellt.
  • Es ist deutlich zu erkennen, dass ...
  • Im Jahr ... sieht man, dass ...
  • Im Jahr ... ist der H√∂hepunkt der ...
  • steigt/sinkt (stark)
  • bleibt konstant
  • Sprung nach oben/unten

Unterschiede:

  • mehr/weniger als ...
  • im Gegensatz zu/Anders als bei ‚Ķ
  • Bei A ist es‚Ķ w√§hrend bei B‚Ķ

5. Wohnen in der Euregio Maas-Rhein heute

29
§

Urheber: Didgeman

https://pixabay.com/de/photos/l%c3%bcttich-h%c3%a4user-li%c3%a8ge-baus%c3%bcnde-maas-511745/

Pixabay.com - Lizenz
1/13 -

Geb√§ude in L√ľttich

Wohnungen aus der Vogelperspektive in L√ľttich
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Urheber: A.Savin

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Li%C3%A8ge&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc3
2/13 -

Blick auf Wohneinheiten in L√ľttich

Esneux
§

Urheber: Jean Housen

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Esneux&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc4
3/13 -

Gemeinde Esneux in der belgischen Provinz L√ľttich

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Urheber: Thomas Kohler

https://www.flickr.com/photos/mecklenburg/4832147356

PDBY
4/13 -

Einfamilienhaussiedlung bei Aachen


Aachen Stadt
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Urheber: Tharun Thejus (@tharunthejusjp)

https://unsplash.com/photos/QOozpcpPJEE

PD
5/13 -

Einkaufsmeile und Wohnungen in Aachen

Wohnungen in Aachener Stadtzentrum
§

Urheber: Gregory Kats

https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Aachen-ElegantStreet.JPG

PD
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Wohnungen im Aachener Stadtzentrum

Ländliches Haus in Limburg, Niederlande
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Urheber: Romaine

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Aachen+village&title=Special:MediaSearch&type=image

PD
7/13 -

L√§ndliches Haus, S√ľd-Limburg (NL)

Hasselt Jan Stolmanstraat 33-37 type F
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Urheber: Mertens, Joeri

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Hasselt+&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc4
8/13 -

Reihenhaus, S√ľd-Limburg (NL)

Straße in Maastricht
§

Urheber: Kleon3

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=maastricht+housing&title=Special:MediaSearch&type=image

PD
9/13 -

Stra√üe in Maastricht, S√ľd-Limburg (NL)

Hasselt Albrecht Meulemansstraat
§

Urheber: Mertens, Joeri

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Hasselt+&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc4
10/13 -

Mehrfamilienhaus in Hasselt, Provinz Limburg (B)

Hasselt Minderbroedersstraatzicht 2
§

Urheber: Sonuwe

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Hasselt+shopping&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc3
11/13 -

Wohnungen und Einkaufsmeile in Hasselt, Provinz Limburg (B)

Blick auf ländliches Haus in Raeren
§

Urheber: Horst J. Meuter

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Eupen&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc4
12/13 -

Blick auf ländliches Haus in Raeren, Ostbelgien

Stadt Eupen
§

Urheber: Trougnouf (Benoit Brummer)

https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=Eupen&title=Special:MediaSearch&type=image

Cc4
13/13 -

Wohnungen in Eupen, Ostbelgien

30

Aufgabe

Wohnen im ländlichen und städtischen Raum

31

In der Euregio Maas-Rhein gibt es sehr unterschiedliche Wohnformen, die, wie wir oben gesehen haben, auf ganz unterschiedliche Weise entstanden sind. Ein paar Gesetzmäßigkeiten unterliegen aber alle diese Wohnformen.

  1. Wohnen und Arbeiten
    Die meisten Menschen m√ľssen f√ľr ihr t√§gliches Leben Geld verdienen. Das beeinflusst ihre Wohnortwahl.¬†Es gibt nach wie vor viele Berufe, die t√§glich an einem bestimmten Ort ausge√ľbt werden m√ľssen (zum Beispiel Arzt, Erzieher oder Busfahrer).¬†
  2. Wohnen und Preise
    Wohnraum ist in unseren marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaften eine Ware. Man muss sie sich leisten k√∂nnen. F√ľr Menschen unterhalb eines gewissen Einkommensniveaus kommt also Wohnraum in bestimmten Regionen gar nicht infrage, weil er einfach zu teuer ist.
  3. Wohnen und Freizeit
    Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Bed√ľrfnisse an die Umgebung ihres Wohnraums, zum Beispiel¬†kulturelle Angebote, Natur, soziale Beziehungen, Ruhe, Konsumm√∂glichkeiten. Oft muss zwischen verschiedenen Bed√ľrfnissen (zum Beispiel dem nach Ruhe und Konsum) ein Kompromiss geschlossen werden.¬†

Der Text oben als Audiospur

§

© Digitale Lernwelten GmbH

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Sprachhilfe f√ľr Element 31

Vokabelhilfe

Gesetzmäßigkeit: Eine Regel oder ein Muster, dass auf mehrere Dinge zutrifft.

Ware: Etwas, das gehandelt oder getauscht wird.

Einkommensniveau: Wie viel jemand verdient.

Konsumm√∂glichkeit: Die Erreichbarkeit von Konsumg√ľtern, wie zum Beispiel Restaurants, Kinos, Gesch√§ften, √∂ffentliche Verkehrsmittel, ...

Unterschiedliche Freizeitangebote

32

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Die Lernenden sollen, angeleitet von den Fragen in den Unterpunkten, sich des einer Wohnortwahl zugrunde liegenden Bed√ľrfnisgeflechts bewusst werden und ihre eigenen Bed√ľrfnisse in diesem Zusammenhang reflektieren. Im 3-Sterne-Modus¬†soll die Rechercheaufgabe zun√§chst offen und ohne monet√§re Einschr√§nkung erledigt werden. Sollte dieser Aspekt von den Lernenden nicht selbst thematisiert werden ("werde ich mir aber nicht leisten k√∂nnen", "habe ich gew√§hlt, weil es verh√§ltnism√§√üig g√ľnstig ist") kann er durch gezieltes Nachfragen ("Glaubst du, dass du in 5 Jahren so wohnen wirst?") in die Diskussion eingef√ľhrt werden.

33

Aufgabe

Wo willst du wohnen?

  1. Was sind deine Vorlieben deinen Wohnort betreffend? Was ist dir wichtig, was ist dir weniger wichtig?
    1. Soziales Umfeld (welches: Freunde, Verwandte in der Nähe, regelmäßig neue Menschen treffen ...?)
    2. Freizeitangebote (welche: Musik-/Sportverein, Pfadfindergruppe, Bibliothek, Theater, Kino, ...?)
    3. Natur vor der Haust√ľr¬†
    4. Gute Verkehrsanbindung (welche: regelmäßiger Bus in die nächste Stadt oder regelmäßiger Hochgeschwindigkeitszug in die Metropole?)
  2. Erkläre auf Basis deiner obigen Präferenzen, ob und warum du mit deinem momentanen Wohnort zufrieden/unzufrieden bist.

Aufgabe

Wo willst du wohnen?

Wenn du eines Tages deinen eigenen Wohnraum aussuchst, wo sollte dieser dann liegen?

  • In der N√§he oder weiter weg?
  • Eher in einer Stadt, in einer Kleinstadt oder auf dem¬†Dorf?

Begr√ľnde deine Antworten.

Aufgabe

Wo willst du wohnen?

  1. Was sind deine Präferenzen deinen Wohnort betreffend? Was ist dir wichtig, was ist dir weniger wichtig?
    1. Soziales Umfeld (welches: Freunde, Verwandte in der Nähe, regelmäßig neue Menschen treffen ...?)
    2. Freizeitangebote (welche: Musik-/Sportverein, Pfadfindergruppe, Bibliothek, Theater, Kino, ...?)
    3. Natur vor der Haust√ľr¬†
    4. Gute Verkehrsanbindung (welche: regelmäßiger Bus in die nächste Stadt oder regelmäßiger Hochgeschwindigkeitszug in die Metropole?)
    5. Zuk√ľnftige Bildungs- und Ausbildungsm√∂glichkeiten (Ausbildungsbetriebe, Schulen, Hochschulen)
  2. Erkläre auf Basis deiner obigen Präferenzen, ob und warum du mit deinem momentanen Wohnort zufrieden/unzufrieden bist.
  3. Recherchiere im Internet nach einer Wohnung, einem Haus, einem¬†WG-Zimmer, das f√ľr dich nach deinem¬†Auszug zu Hause ein guter zuk√ľnftiger Wohnort w√§re. Stelle einen Link ein und erkl√§re deine Wahl.¬†
  4. Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse.

6. Arbeiten mit dem Wohnmonitor

34

Der 'Wohnmonitor' der Euregio Maas-Rhein ist eine Website und eine hervorragende Informationsquelle zum Thema Wohnen in der Euregio Maas-Rhein. Wir werden nun am Ende des Kapitels mit dieser Informationsquelle arbeiten, um Fragestellungen zum Wohnen in der Euregio Maas-Rhein zu entwickeln und zu beantworten.

Der Text oben als Audiospur

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Arrc
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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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1/8 -

1/8: Das ist der Wohnmonitor Euregio Maas-Rhein, eine Anwendung, die Karten der Region mit Daten rund um das Thema Wohnen ergänzt.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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2/8 -

2/8: Auf der linken Seite kann man ein Merkmal auswählen, das man sich ansehen möchte.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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3/8 -

3/8: Klickt man im linken Men√ľ auf den rechten Reiter, kann man au√üerdem ausw√§hlen, aus welcher Region man sich die Daten ansehen m√∂chte.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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4/8 -

4/8: Wählt man eine Region aus, wird automatisch auf diesen Kartenbereich gezoomt.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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5/8 -

5/8: W√§hlt man dann im Men√ľ ein Merkmal aus, werden die Daten grafisch auf der Karte dargestellt.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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6/8 -

6/8: Möchte man noch detailliertere Informationen, kann man auch innerhalb der Teilregionen kleinere Regionen anklicken.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

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7/8 -

7/8: Manchmal kann es vorkommen, dass die Karte nur in Grau erscheint. Das bedeutet, dass es f√ľr die ausgew√§hlte Region keine Daten gibt.

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© Digitale Lernwelten GmbH

https://housing-emr.eu/de/map

Arrc
8/8 -

8/8: √úber das Drop-down-Men√ľ "Jahr w√§hlen" l√§sst sich ausw√§hlen, welche Daten man aus welchem Jahr abrufen m√∂chte.

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

Ziel f√ľr alle Lernenden¬†bei allen Stern-Modi ist es, die Arbeit mit dem Wohnmonitor einzu√ľben, sich Informationen aus dieser komplexen Quelle zu erarbeiten und diese in ein Verh√§ltnis innerhalb der Euregio Maas-Rhein zu setzen. Ab dem 2-Sterne-Modus sollen von den¬†Lernenden die Informationen mehrerer Karten miteinander in Beziehung gesetzt und so vermutete Kausalzusammenh√§nge (zum Beispiel je mehr Einkommen, desto mehr Wohnraum)¬†kritisch √ľberpr√ľft werden. Die Antworten k√∂nnen dabei von Region zu Region unterschiedlich sein.

Tutorial: Differenzierung

36

Aufgabe

Wohnen und Geld

  1. √Ėffne die Seite des Wohnmonitors in einem neuen Tab. W√§hle dann im Men√ľ links 'Bev√∂lkerung & Haushalte (Nachfrage)' und dann im Untermen√ľ¬†'Verf√ľgbares Einkommen' deines Landes.
  2. √Ėffne die Seite des Wohnmonitors in einem weiteren Tab. W√§hle dann im Men√ľ links 'Wohnungen (Angebot)' und dann im Untermen√ľ 'Wohnfl√§che pro Einwohner'.
  3. Finde auf beiden Karten deine Heimatregion und beschreibe sie anhand der angef√ľhrten Daten.
    1. Haben die Menschen eher √ľberdurchschnittliches/unterdurchschnittliches Einkommen?
    2. Haben die Menschen eher √ľberdurchschnittlich/unterdurchschnittlich viel¬†Wohnraum?
  4. Lässt sich aus den Informationen beider Karten ein Zusammenhang zwischen Einkommen und Wohnfläche ableiten? 
    1. Wenn ja, welcher?
    2. Wenn nein, warum nicht?

Tutorial: Wohnmonitor

Aufgabe

Wohnraum

  1. √Ėffne die Seite des Wohnmonitors. W√§hle dann im Men√ľ links 'Wohnungen (Angebot)' und dann im Untermen√ľ 'Wohnfl√§che pro Einwohner'.
  2. Finde auf der Karte deine Heimatregion und beschreibe sie anhand der angef√ľhrten Daten.
    1. Wie viel Wohnraum haben die Menschen im Schnitt?
    2. Haben die Menschen eher √ľberdurchschnittlich/unterdurchschnittlich viel¬†Wohnraum?

Tutorial: Wohnmonitor

Aufgabe

Wohnen und Geld

  1. √Ėffne die Seite des Wohnmonitors in einem neuen Tab. W√§hle dann im Men√ľ links 'Bev√∂lkerung & Haushalte (Nachfrage)' und dann im Untermen√ľ¬†'Verf√ľgbares Einkommen' deines Landes.
  2. √Ėffne die Seite des Wohnmonitors in einem weiteren Tab. W√§hle dann im Men√ľ links 'Wohnungen (Angebot)' und dann im Untermen√ľ 'Wohnfl√§che pro Einwohner'.
  3. Finde auf beiden Karten deine Heimatregion und beschreibe sie anhand der angef√ľhrten Daten.
    1. Haben die Menschen eher √ľberdurchschnittliches/unterdurchschnittliches Einkommen?
    2. Haben die Menschen eher √ľberdurchschnittlich/unterdurchschnittlich viel¬†Wohnraum?
  4. Lässt sich aus den Informationen beider Karten ein Zusammenhang zwischen Einkommen und Wohnfläche ableiten? 
    1. Wenn ja, welcher? 
    2. Wenn nein, warum nicht?
  5. Im Vertiefungskasten 25 wird behauptet, dass viele reichere Einwohnende Aachens im benachbarten Belgien H√§user kaufen und bauen. L√§sst sich diese Behauptung anhand der Karten im Wohnmonitor √ľberpr√ľfen?¬†
    1. Wenn ja, wie und was ist das Ergebnis? 
    2. Wenn nein, welche Daten w√§ren dann n√∂tig, um sie √ľberpr√ľfen zu k√∂nnen?

Tutorial: Wohnmonitor

Sprachhilfe f√ľr Element 36

Tipps

Dir fällt es schwer, die Erklärungen in der anderen Sprache zu verstehen? Du kannst auch in deiner Muttersprache recherchieren. Bei vielen Webseiten kannst du einfach die Sprache auswählen.

Wenn du dir Notizen machst, dann tue dies zun√§chst in der Sprache, in der du recherchierst. Finde dann die richtigen Worte in der Zielsprache. Dabei k√∂nnen dir wieder W√∂rterb√ľcher helfen (zum Beispiel Linguee, dict.cc, DeepL).

37

Hinweise f√ľr Lehrende

Zur folgenden Aufgabe

In der Abschlussaufgabe sollen die Lernenden Bed√ľrfnisse, Knappheiten und regionale Unterschiede in ihren Auswirkungen auf die Wohnortwahl zusammendenken. Die Beispiele sind dazu da, eine m√∂glichst gro√üe Vielfalt an Kombinationen aus diesen Faktoren zu bieten. Es ist je nach Klasse durchaus m√∂glich, dass diese Faktoren schon in der Aufgabe im Element¬†33 sehr vielf√§ltig sind. In einem solchen Fall k√∂nnte auch auf die fiktiven Beispiele oben verzichtet werden und die Lernenden¬†ihre eigene Situation unter Zuhilfenahme des Tools Wohnmonitor in einer Wohnraumrecherche umsetzen.

38

Abschlussaufgabe

W√§hle eine der oben abgebildeten fiktiven Personen aus und f√ľhre f√ľr sie eine 'Wohnraumsuche' in der Euregio Maas-Rhein durch.

  1. Sammle die Bed√ľrfnisse und Pr√§ferenzen¬†der Person.
  2. Sammle nun die Beschr√§nkungen, die sich aus der pers√∂nlichen Situation f√ľr die Wohnraumsuche ergeben.
  3. Schätze auf dieser Basis ein, ob die Person eher ländliches oder städtisches Wohnen bevorzugt.
  4. Suche nun in der Euregio Maas-Rhein einen Ort aus, der den Bed√ľrfnissen und Einschr√§nkungen deiner Person am besten entspricht. Nutze daf√ľr die Karten des Wohnmonitors als Ausgangspunkt, beziehe aber auch andere Informationen mit ein. Begr√ľnde deine Auswahl.

Tutorial: Wohnmonitor

Abschlussaufgabe

W√§hle eine der oben abgebildeten fiktiven Personen aus und f√ľhre f√ľr sie eine 'Wohnraumsuche' in der Euregio Maas-Rhein durch.

  1. Sammle die Bed√ľrfnisse der Person. Was ben√∂tigt sie an ihrem Wohnort?
  2. Sch√§tze ein, ob die Person eher l√§ndliches oder st√§dtisches Wohnen bevorzugt. Begr√ľnde deine Antwort.

Abschlussaufgabe

W√§hle eine der oben abgebildeten fiktiven Personen aus und f√ľhre f√ľr sie eine 'Wohnraumsuche' in der Euregio Maas-Rhein durch.

  1. Sammle die Bed√ľrfnisse der Person.
  2. Sammle nun die Beschr√§nkungen, die sich aus der pers√∂nlichen Situation f√ľr die Wohnraumsuche ergeben.
  3. Schätze auf dieser Basis ein, ob die Person eher ländliches oder städtisches Wohnen bevorzugt.
  4. Suche nun in der Euregio Maas-Rhein eine Region, die den Bed√ľrfnissen und Einschr√§nkungen deiner Person am besten entspricht. Nutze daf√ľr die Karten des Wohnmonitors als Ausgangspunkt, beziehe aber auch andere Informationen mit ein. Begr√ľnde deine Auswahl.
  5. Suche im Internet nach einem Wohnungs-, WG-Zimmer- oder Immobilienportal, das Angebote f√ľr die Wunschregion deiner Person beinhaltet. W√§hle ein f√ľr deine Person geeignetes Angebot aus und verlinke es unten. Begr√ľnde deine Auswahl.

Tutorial: Wohnmonitor

Sprachhilfe f√ľr Element 38

Vokabelhilfe

Bed√ľrfnisse: Dinge oder Gegebenheiten, die eine Person braucht, um sich wohl zu f√ľhlen.

Einschränkungen: Bedingungen oder Kriterien, die eine Person an etwas hat und damit die Auswahl einschränken.

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Blick in die Zukunft

Siedlungsentwicklung entlang der Bahn

Mit der Fokussierung der Siedlungsentwicklung an Bahnh√∂fen entsteht eine nachhaltigere Stadtstruktur. Dabei sollen kompakte, baulich verdichtete und funktional durchmischte St√§dte und Quartiere mit hoher Lebensqualit√§t entstehen. So soll nicht nur das Wachstum von St√§dten und Regionen besser gesteuert werden, sondern u. a. auch der Fl√§chenverbrauch und der Autoverkehr reduziert werden. Das Projekt Raumstrategie Zuid-Limburg hat dieses Prinzip beispielhaft auf den Sittarder Bahnhof √ľbertragen.

Partner: RWTH Aachen ‚Äď Lehrstuhl f√ľr St√§dtebau und Entwerfen | REICHER HAASE ASSOZIIERTE | Maurer United Architects

Der Text oben als Audiospur
§ PD
§ PD
1/2 -

Mögliche Siedlungsentwicklung am Sittarder Bahnhof

§ PD
2/2 -

Bahnh√∂fe als zuk√ľnftige Entwicklungsschwerpunkte in der Euregio

Mehr dazu auf S. 64‚Äď67; 86 in der Projektdokumentation

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